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Die eigene Reichweite und Bekanntheit mit Content Outreach steigern – Teil 2: Content Seeding

Im ersten Teil der Artikel-Serie haben Sie erfahren, was beim klassischen Linkmarketing zu beachten ist. Der zweite Teil beschäftigt sich mit einer anderen Disziplin des Content Outreachs, nämlich mit dem Content Seeding. Was das genau ist und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Die eigene Reichweite und Bekanntheit mit Content Outreach steigern - Teil 2 - Content Seeding - Ann-Kathrin Grottke

Hier geht es zum 1. Teil von »Die eigene Reichweite und Bekanntheit mit Content Outreach steigern«.

Was ist Content Seeding?

Beim Content Seeding betreiben Sie im Gegenzug zum klassischen Linkmarketing einen punktuellen Aufbau von Backlinks. Das heißt, Sie arbeiten projektbezogen an einem Seeding-Thema. An vorderster Stelle stehen hier gute sowie überzeugende Inhalte, um damit eine Verlinkung zu erreichen. Im besten Fall sind diese so gut, dass Webmaster und Blogger sie ohne großes Zutun verlinken. Beachten Sie bei der Auswahl des Themas, dass Sie dieses auch webwirksam umsetzen können. Außerdem sollte das Thema aktuell und spannend sein. Haben Sie im Rahmen Ihres StartUps ein Produkt entwickelt? Dann wäre beispielsweise der Herstellungsprozesse interessant. Der Gegenstand Ihres Seeding-Projekts muss auch nicht unbedingt im direktem Zusammenhang mit Ihrem Produkt stehen. Zum Beispiel vertreiben Sie ein Produkt, das Mikroplastik beim Waschen aufsammelt und verhindert, dass das Plastik ins Wasser gerät. Mögliche Themen wären:

  • Was ist Mikroplastik überhaupt, wie entsteht es, wo ist es enthalten?
  • Wie vermeidet man Mikroplastik im Alltag?
  • Was kann die Politik gegen Mikroplastik unternehmen?
  • Welche Gefahren birgt Mikroplastik für Mensch und Tier?

Etwas abwegiger:

  • Was sollte man beim Waschen beachten?
  • Wie wurde früher gewaschen?
  • Wie sahen die Körperpflege und Hygiene im 18. Jahrhundert aus?

Im Vordergrund steht der Nutzen für den Leser, die Texte müssen informativ sein. Ebenso darf der Content keine Werbung enthalten. Im Impressum sieht der Leser, dass Sie der Urheber sind. Den Inhalt können Sie in Form einer Infografik, eines Online-Tools, einer Statistik, eines Whitepapers oder E-Books aufbereiten. Die Tabelle zeigt einige Vor- und Nachteile:

VOR- UND NACHTEILE VON E-BOOKS, INFOGRAFIKEN UND STATISTIKEN
E-Books Infografiken Statistiken
Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile
Hohe Informations-dichte, kann verständlich erklärt werden Erstellung ist zeitintensiv Infos auf einen Blick komprimiert. Bei zu vielen Daten kann es unüber-sichtlich werden. Flexibel in der Gestaltung Datenumfang vorab bei manchen Themen nicht abschätzbar
Ansprechendes Layout mit Grafiken, Tabellen, Interviews, Illustrationen etc. Externe Partner müssen gefunden werden Lässt sich einfacher verbreiten. Z. B. als Quelle oder Bildlink. Glaubwürdig-keit sehr hoch Je nach Datenerhebung hoher Zeitaufwand
Keine Grenzen in Bezug auf Umfang Hoher Kostenfaktor Zielgruppen-relevante Aufbereitung, z.B. für Kinder Glaubwürdig-keit, Aktualität und Relevanz führen zu vielen Erwähnungen Kostenfaktor, wenn z.B. ein Meinungs-forschungs-institut zur Datenerhebung herangezogen wird
Lesermehrwert kann ausführlich erarbeitet werden. Kann durch Umfang schnell ausarten. Weniger Aufwand als ein E-Book. Zusätzlich muss eine Ausarbeitung in Schriftform vorliegen, die die Ergebnisse erläutert.
Kann zusätzlich direkt als Printversion erstellt und verteilt werden. Dadurch kann Digital und Print abgedeckt werden. Länge und Fachbegriffe können abschrecken.

Holen Sie sich dafür auch Experten ins Boot. Das können Fachleute sein, Influencer, Organisationen, Vereine, aber auch Ihre Zulieferer oder Kunden. Überlegen Sie sich im Vorfeld ein paar Argumente, um diese von Ihrer Idee zu überzeugen.

Argumente für einen potentiellen Kooperationspartner

Argumente für einen potentiellen Kooperationspartner

Haben Sie den Content erstellt, gibt es zwei Möglichkeiten, wie der Nutzer an Ihre Inhalte gelangt:

  1. Der User kann die Datei direkt auf einer Landingpage herunterladen, indem er auf einen Button klickt.
  2. Der Nutzer bekommt die Datei per Mail zugeschickt. Wichtig ist, dass Sie hierbei nicht zu viele Daten sammeln. Name und E-Mail-Adresse sollten im Normalfall genügen. Je mehr Daten Sie abfragen, desto geringer ist das Userinteresse und die Downloadzahlen dadruch sinken.

Wie finden Sie geeignete Linkgeber?

Zuerst sollten Sie die in Teil 1 vorgestellten Kriterien beachten. Recherchieren Sie potenzielle Linkgeber, indem Sie passende Stichworte zu Ihrem Thema in den Suchmaschinen eingeben. Wichtig ist, dass sich das Thema Ihres Seeding-Produkts und das der Website überschneiden. Auch die Zielgruppe sollte annähernd gleich sein. Bei der Recherche hilft Ihnen außerdem das Tool Google Alerts. Sobald eine Seite mit einem für Sie interessanten Thema online geht, bekommen Sie mithilfe des Tools eine Mail. Wie Sie solche Alerts einrichten, erklärt das Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Ihren SEO-Erfolg“ genauer. Wie beim Überzeugen von Kooperationspartnern gilt hier: Überlegen Sie sich im Vorfeld Argumente, mit denen Sie potenzielle Linkgeber für sich gewinnen können. Suchen Sie ebenfalls schon im Voraus Ansprechpartner und deren Kontaktdaten heraus. Den Erstkontakt stellen Sie am besten mit dem Telefon her. Telefonisch können Sie ihr Anliegen einfacher erklären und brechen gleich zu Anfang das Eis. Des Weiteren gehen E-Mails vor allem an allgemeine und Redaktionsadressen oftmals unter. Nach dem Telefonat schicken Sie Ihrem Ansprechpartner eine kurze Mail mit den besprochenen Informationen. Um einen besseren Überblick zu behalten, sollten Sie sich eine Excel-Liste erstellen. Dort tragen Sie die Kontaktdaten und den aktuellen Stand ein. Alternativ dazu gibt es auch Linkmanagementtools wie Contentbird, die Ihnen bei der Planung Ihrer Links helfen.

Welches Budget und wie viel Zeit benötigen Sie?

Beim Content Seeding ist das meiste Budget vor der Fertigstellung des Seeding Produkts nötig. Sie müssen das Thema ausarbeiten, eventuell einen Layouter, Programmierer oder Grafiker engagieren, wenn Ihnen das Know-how fehlt. Umfragen und Statistiken erhöhen das Budget zusätzlich. Auch Experten verlangen für die Zusammenarbeit teilweise Geld. Beim Zeitaufwand ist das ähnlich, er ist zu Beginn am größten. Allerdings müssen Sie auch für die Bekanntmachung der Inhalte Zeit einplanen. Im Idealfall verbreitet sich ihr Content ohne großes Zutun, allerdings müssen Sie auch selbst Zeit investieren für die Verbreitung.

Wie geht es weiter im Bereich Content Outreach?

Im Vergleich zum klassischen Linkmarketing gewinnt das Content Seeding immer mehr an Popularität. Die beste Methode zur Generierung von Backlinks ist über Inhalte, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Google warnt, dass Linkkäufer und -verkäufer aus dem Index ausgeschlossen werden. Deshalb ist es mittlerweile schwer, Verweise von anderen Websites zu bekommen. Produzieren Sie folglich hochwertige, auf den Nutzer ausgelegte, Inhalte, um Ihre Reichweite zu steigern.

 

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Ann-Kathrin Grottke
Ann-Kathrin Grottke hat Medienmanagement studiert und ist Teil des eology Marketing Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology Wissens und teilt ihr Knowhow in Magazinen und Blogs.
eology GmbH
eology ist eine auf Suchmaschinenmarketing spezialisierte Online Marketing Agentur. Mit den Kernkompetenzen Search Engine Optimization, Paid Advertising, Content Creation und Content Outreach unterstützt das Experten-Team die Kunden dabei, mit Ihren Webseiten oder Onlineshops sichtbarer im Netz zu werden. 2010 gegründet, ist das Team mittlerweile auf über 50 Experten angewachsen. eology ist Träger des BVDW SEO Qualitätszertifikats in allen drei Kategorien (Strategie, OnPage, OffPage) sowie des BVDW SEA Qualitätszertifikats. eology ist Kununu Top Company, Kununu Open Company und unter den TOP 20 Media-, Marketing- und PR-Agenturen des Mittelstands beim Focus Business Ranking 2019.

https://www.eology.de/

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