Dieser Beitrag wird präsentiert von

Contentheldin_logo
| Marketing Expertenwissen

So erstellen TechStartups ihren eigenen Blog – der ultimative Leitfaden

So erstellen TechStartups ihren eigenen Blog – der ultimative Leitfaden Dein Startup ist bei Deiner Zielgruppe noch unbekannt? Das kannst Du ändern: mit Deinem eigenen Blog! Lies hier, wie Du mit ein wenig Analyse das strategische Fundament für Deinen eigenen Startup-Blog legst. Business Angels und Investor:innen wissen es schon lange: Wer das Content-Game richtig spielt, […]

Startup-Gründer:innen erstellen ihren eigenen Blog mit der richtigen Strategie

Startup-Gründer:innen erstellen ihren eigenen Blog mit der richtigen Strategie

So erstellen TechStartups ihren eigenen Blog – der ultimative Leitfaden

Dein Startup ist bei Deiner Zielgruppe noch unbekannt? Das kannst Du ändern: mit Deinem eigenen Blog! Lies hier, wie Du mit ein wenig Analyse das strategische Fundament für Deinen eigenen Startup-Blog legst.

Business Angels und Investor:innen wissen es schon lange: Wer das Content-Game richtig spielt, kann den Markt erobern und sich gegen Wettbewerber leichter durchsetzen. Dennoch fragen sich viele Startup-Gründer:innen, ob Content für sie wirklich solch eine wichtige Position im Marketing-Mix einnehmen sollte.

Warum ist ein Blog für TechStartups sinnvoll?

Die Investition in Content zahlt sich langfristig für fast jedes TechStartup aus. Insbesondere dann, wenn Dein Startup noch relativ unbekannt ist.

Die meisten Gründer:innen starten im ersten Schritt allerdings erstmal mit klassischem Performance Marketing. Also mit Google, Facebook Ads und Co. Das ist vollkommen legitim und auch verständlich: Schließlich liefert Performance Marketing erstmal schnelle Ergebnisse.

Doch Du wirst schnell feststellen, dass mehr Performance Marketing auf lange Sicht mehr Kosten bedeutet. Ganz anders das nachhaltige Content Marketing.

Nichtsdestotrotz kostet die Investition in Content erst einmal Geld, ohne ein sofortiges Ergebnis zu liefern. Bis Du signifikant mehr Traffic und Leads generierst, dauert es in der Regel 3-6 Monate. Ich verstehe, dass das erstmal abschreckend klingt. Aber:

Wenn Du diese ersten paar Monate überwunden hast, zahlt sich Dein Investment auf jeden Fall in mehr Traffic, Klicks und Leads aus. Und nicht nur das: Auf lange Sicht ist Content für Dich nachweislich günstiger als Performance Marketing.

Welche Ziele kann man mit einem Blog konkret erreichen?

Natürlich ist jedes Startup einzigartig und bringt individuelle Herausforderungen mit sich. Hier dennoch ein Beispiel aus der Praxis:

Ausgangspunkt: Noch unbekannte Website eines gerade gegründeten SaaS-Startups

Content Marketing Maßnahme: Etwa 40 Blog-Artikel auf dem eigenen Blog publiziert

Ergebnis nach acht Monaten:

  • Mehr Traffic: Das Startup rankt nun für etwa 400 Keywords
  • Mehr User Engagement: Klickrate hat sich um 400 % erhöht
  • Mehr Kundenkontakte: Die Leads haben sich verdoppelt
  • Höhere Qualität: Die Leads sind informierter und damit qualifizierter geworden

So starten TechStartups Schritt für Schritt ihren eigenen Blog

Hört sich schon mal ganz gut an? Das kannst Du für Dein Startup auch erreichen! Zumindest dann, wenn Du das Projekt Blog-Aufbau gleich von Anfang an professionell angehst.

Das heißt: Schieß nicht einfach ein paar Artikel aus der Hüfte, sondern mach Dir erstmal ein paar grundsätzliche Gedanken und fasse sie in ein Konzept.

Schritt 1: Strategie-Fundament legen

Das A und O jedes guten Blogs ist eine fundierte strategische Grundlage in einer Blog-Roadmap. Üblicherweise sollte dieses Konzept folgende Fragen klar und eindeutig beantworten:

Was ist das Ziel Deines Blogs?

Damit Dein Blog die Ziele erreichen kann, die Du Dir vorstellst, solltest Du Dir erst einmal darüber klarwerden, was Du eigentlich erreichen möchtest!

Natürlich mehr Kund:innen! Ist schon klar. Aber versuche hier noch etwas spezifischer zu werden:

  • Brauchst Du dringend mehr Traffic auf Deiner Website?
  • Möchtest Du mehr Leads durch Content generieren?
  • Möchtest Du Dir online einen Expertenstatus aufbauen?

Die Antworten auf diese Fragen werden Einfluss darauf haben, wie Du Deinen Blog konkret aufbauen solltest.

Wer sind Deine Wettbewerber?

Auch eine sehr wichtige Frage: Was machen eigentlich Deine Wettbewerber in Sachen Content Marketing? Was machen sie gut? Was machen sie schlecht? Und was könnte man davon gegebenenfalls adaptieren?

Zusätzlich bekommst Du während dieser Recherche ein Gefühl dafür, welche Content-Themen von Deinen Konkurrenten bereits bedient werden. Hier wird es Themengebiete geben, die zwar für Dich interessant sind, aber zu denen bereits (zu) viel Content erstellt wurde. Ausgehend davon kannst Du darüber nachdenken, in welcher Nische Du Deinen Content platzieren könntest.

Wer ist Deine Zielgruppe?

Doch am allerwichtigsten ist natürlich die Zielgruppe, die Du mit dem Content ansprechen möchtest. Liste hier einmal auf, welche demografischen Merkmale Deine Zielgruppe aufweist und welche Bedürfnisse bzw. Pain Points sie hat. Dementsprechend kannst Du die Artikel später möglichst zielgenau zuschneiden.

Pro-Tipp: Um noch mehr über Deine Zielgruppe herauszufinden, lies Dir ein paar Studien durch! Hieraus können sich sehr interessante Erkenntnisse ergeben, die Du in Deinem Blog nutzen kannst!

Vorsicht: Eine Keyword-Recherche macht noch keine Strategie

Einige Startup-Gründer:innen verwechseln die Blog-Roadmap mit einer Keyword-Analyse. Versteh mich nicht falsch: Eine Keyword-Recherche für die einzelnen Texte ist absolut sinnvoll!

Eine Keywordanalyse macht noch keine Blog-Strategie

Aber: Das Suchvolumen der Keywords kann Dir nur einen groben Anhaltspunkt geben, wo Traffic zu holen ist. Es sagt nichts über die Suchintention Deiner Zielgruppe aus.

Beispiel: Sucht jemand online nach „Content Marketing“ ist er vielleicht:

  • …ein Geschäftsführer, der nach einem Content Marketer sucht.
  • …ein Student, der eine Definition für Content Marketing sucht.
  • …ein Startup-Gründer, der Beispiele für Content Marketing sucht.

Daher besteht gerade bei sehr simplen Keywords die Gefahr, dass sie falsch interpretiert werden.

Zusätzlich fehlen Dir bei Dir bei der reinen Keyword-Analyse wichtige Erkenntnisse über Deine Zielgruppe und Wettbewerber, die bei der Ausrichtung Deines Blogs von entscheidender Bedeutung sein können.

Daher solltest Du die Wettbewerbs- und Zielgruppenanalyse nicht vernachlässigen. Sonst kann es trotz Keyword-Analyse passieren, dass Du an den Pain Points und Bedürfnissen Deiner Zielgruppe „vorbeischreibst“. Und damit Zeit, Geld und Ressourcen für Content verbrennst, der für Deine potenziellen Interessent:innen nicht relevant ist.

Schritt 2: Lege die Rahmenbedingungen für Deinen Blog fest

Wenn Du die „Forschungsarbeit“ erledigt hast, kannst Du aus den bereits gewonnen Erkenntnissen, die richtigen Rückschlüsse ziehen.

Klare Struktur für Deinen Blog

Überleg Dir nun eine logische Struktur für Deinen Blog. Ganz wichtig dabei: Die Kategorien sollten allgemein verständlich sein. Unspezifische Kategorien wie „Unterhaltung“ oder gar „Sonstiges“ oder noch schlimmer „Uncategorized“ solltest Du vermeiden. Zur Inspiration kannst Du Dir den Content-Aufbau Deiner Wettbewerber anschauen oder Dich an den Problemen Deiner Zielgruppe orientieren. Die Antwort auf die richtige Kategorisierung für Deinen Blog ist auf jeden Fall in Deiner Analyse-Arbeit zu finden. 😉

Tone of Voice und redaktionellen Guidelines

Einen ausgewachsenen Tone of Voice und feingeschliffene redaktionelle Guidelines kannst Du zu Beginn zwar noch nicht erwarten. Aber: Du kannst von Anfang an schon mal ein paar wichtige Fragen klären. Wie zum Beispiel:

  • Möchtest Du Deine Zielgruppen Siezen oder Duzen?
  • Möchtest Du gendern?
  • Möchtest Du Deine Zielgruppe aus dem Text heraus ansprechen oder lieber passiv bleiben?

Diese grundsätzlichen Fragen kannst Du schon vor dem ersten Artikel klären. Im weiteren Verlauf der Content-Produktion kannst Du die redaktionellen Guidelines und den Tone of Voice immer mehr verfeinern und mit Text-Beispielen belegen.

Lege einen Bauplan für Deine Artikel fest

Vielen Startup-Blogartikeln fehlt es an Konsistenz. Je nach Copywriter unterscheiden sich die Artikel im Aufbau. Teilweise sind die Artikel 2.000 Wörter lang, manchmal aber auch nur 500. Manche haben einen Teaser, manche nicht.

Diese oder ähnliche Probleme sehe ich immer wieder bei „organisch gewachsenem Content“, der ohne strategische Grundlage erstellt wurde. Das kannst Du vermeiden, in dem Du von Anfang an eine klare Struktur für Deine Artikel festlegst.

Pro-Tipp: Fast alle meine Service-Artikel orientieren sich an einer dreiteiligen Gliederung:

  1. Problem beschreiben
  2. „Do-it-yourself“-Lösung vorschlagen
  3. Noch bessere Lösung für das Problem mit Deinem Produkt

Wichtig dabei: Der Artikel sollte zu 90 Prozent aus Service für den User bestehen und nur zu 10 Prozent aus Werbung für Dein Startup!

Schritt 3: Erstelle einen Redaktionsplan

Hast Du das alles geschafft, kannst Du nun anfangen, die Artikelthemen auf Grundlage von Keyword-Recherchen zu planen. Das machst Du am besten und übersichtlichsten einfach innerhalb eines Redaktionsplans.

Ich baue meine Redaktionspläne am liebsten innerhalb eines Google Sheets. Die einzelnen Arbeitsschritte können so Schritt für Schritt abgehakt werden. Im Idealfall wird dann auch noch die Performance des Artikels getrackt und nachträglich eingetragen. In der Praxis könnten die Spalten so aussehen:

Pro-Tipp: Plane Deine Artikel immer mindesten vier bis sechs Wochen im Voraus. So hast Du immer einen guten Back-log an Content, den Du über die nächsten Wochen ausspielen kannst. Und das zum Beispiel auch, wenn Du im Urlaub bist oder gerade keine Zeit für die Content-Erstellung hast.

Schritt 4: Suche den richtigen Content Marketer

Nun brauchst Du nur noch jemanden, der den Content schreibt. Zwar verfassen viele TechStartup-Gründer:innen die ersten Blog-Artikel selbst. Aber bei dem Arbeitspensum ist dieses Vorhaben auf Dauer kaum durchzuhalten.

Deshalb solltest Du Dir am besten einen Content Marketer suchen, der Deine Vision in die Tat umsetzen kann. Sehr jungen Startups rate ich der Flexibilität wegen eher zu einem Freelance Content Marketer. Wenn Du aber schon ein Stückchen weiter sein solltest und eine sichere Finanzierung steht, mit der Du Dein Marketing-Team aufbauen kannst, spricht auch nichts gegen einen Content Marketer in Festanstellung. Auf was Du dabei achten solltest und wie viel Budget Du einrechnen solltest, kannst Du hier nachlesen.

Schritt 5: Bleib am Ball!

Doch das allerwichtigste: Zeige Durchhaltevermögen und arbeite kontinuierlich an Deinem Content! Besonders, wenn Du schnell Traffic und Leads aufbauen möchtest, sollte 1-2x wöchentlich ein Artikel auf Deinem Blog erscheinen.

Vielleicht wird es etwas dauern, bis Du die ersten Traffic-Ergebnisse in der Google Search Console sehen kannst. Aber das Warten wird sich auszahlen! Nach drei bis sechs Monaten solltest Du einen deutlichen Traffic-Zuwachs verzeichnen können. Doch dieses Ziel erreichst Du nur, wenn Du weiterhin regelmäßig Content veröffentlichst. Ab einem gewissen Punkt kannst Du die Ausgaben für die Paid Ads deutlich reduzieren und den Blog für Dich arbeiten lassen.

So viel günstiger ist Content Marketing im Vergleich zu Performance Marketing

So viel günstiger ist Content Marketing im Vergleich zu Performance Marketing

 

  • War dieser Artikel hilfreich für Sie?
  • Ja   Nein
Melanie Schröder ist Freelance Content Marketer für TechStartups und hat sich auf den Aufbau von Blogs spezialisiert (insbesondere für FinTech, HealthTech und SaaS). Sie ist seit 2017 in der Berliner Startup-Szene als Content Marketer aktiv und hat 2020 contentheldin.de gegründet. Als selbstständige Content Marketing Expertin baut sie strategische Blogs auf, mit denen Startups mehr Traffic, mehr User Engagement und mehr Leads generieren.
Schwerpunkte
Blog-AufbauContent MarketingContent Strategie